Arbeitsumfang ohne Verbindung

Zuerst wird festgelegt, welche Aufgaben ohne Netzverbindung möglich sein sollen. Bei einem Serviceeinsatz können dazu Arbeitsaufträge, Checklisten und Fotos gehören. Andere Schritte, etwa eine verbindliche Bestandsreservierung, benötigen möglicherweise eine aktuelle Rückmeldung vom Server.

Die Anwendung muss die benötigten Daten und Eingabefunktionen vor Ort bereithalten. Sichtbare Angaben zum letzten Abgleich helfen, den gespeicherten Stand einzuordnen. Dazu gehört auch, welche Aufträge oder Anhänge vor dem Einsatz auf das Gerät geladen werden müssen.

Speichern und später übertragen

Neue Eingaben werden zunächst auf dem Gerät gespeichert. Bis der Server ihre Übernahme bestätigt hat, bleiben sie als ausstehend gekennzeichnet. Eine wieder verfügbare Internetverbindung allein bedeutet noch nicht, dass alle Vorgänge angekommen sind.

Eingaben werden auf dem Gerät gespeichert und als ausstehend markiert. Nach Wiederherstellung der Verbindung prüft und speichert der Server den Vorgang und bestätigt die Übernahme.Eingaben werden auf dem Gerät gespeichert und als ausstehend markiert. Nach Wiederherstellung der Verbindung prüft und speichert der Server den Vorgang und bestätigt die Übernahme.
Der Bearbeitungsstand unterscheidet lokale Speicherung und bestätigte Übernahme auf dem Server.

Jeder Vorgang erhält eine stabile Kennung. Wird die Übertragung unterbrochen und später wiederholt, kann der Empfänger eine bereits erfolgte Übernahme erkennen. Den Umgang mit solchen Wiederholungen beschreibt die Schnittstellenplanung.

Gleichzeitige Änderungen

Während ein Gerät offline arbeitet, kann jemand denselben Auftrag im Büro ändern. Beim Abgleich muss deshalb erkennbar sein, auf welchem Stand die lokale Bearbeitung begonnen hat. Abweichende Änderungen brauchen eine fachliche Regel: zusammenführen, eine Fassung übernehmen oder zur Klärung vorlegen.

Ein neuer Kommentar lässt sich oft ergänzen, während zwei unterschiedliche Mengenangaben eine Entscheidung erfordern. Die Regel kann deshalb je Datenart unterschiedlich ausfallen. Offene Konflikte und die zuständige Person bleiben in der Anwendung sichtbar.

Gerät und lokaler Datenbestand

Der Umfang lokal gespeicherter Daten wird auf die jeweilige Aufgabe begrenzt. Gerätesperre, Verschlüsselung und der Umgang mit verlorenen Geräten gehören zur Planung. Außerdem wird festgelegt, wie lange ein Zugriff ohne erneute Bestätigung durch den Server möglich bleibt.

Bei einer Browseranwendung sind Speichergrenzen und das Löschen lokaler Browserdaten zu berücksichtigen. Die Anwendung muss fehlenden Speicherplatz erkennen und den Zustand noch nicht übertragener Eingaben anzeigen. Ob Browser, Desktopanwendung oder mobile App geeignet ist, hängt auch von diesen Anforderungen ab.

Probe im Arbeitsablauf

Geprüft werden eine unterbrochene Verbindung während des Speicherns, ein Neustart des Geräts und die spätere Übertragung. Hinzu kommen ein geänderter Auftrag auf dem Server, große Anhänge und ein abgelaufener Zugang. Dabei muss nachvollziehbar bleiben, welche Eingaben lokal vorliegen, welche übernommen wurden und welche noch eine Klärung benötigen.

Umsetzung und technische Grundlagen

Technische Grundlagen für Browseranwendungen: MDN: Offline-Funktionen mit Service Workern und MDN: Speichergrenzen und lokale Daten (englisch).